
Spielkarten - Margareta van Eyck/Filips de Goede
Margareta van Eyck stellen wir hier in ihrem wissenschaftlichen Kontext vor. Die Meisterschaft von Jan van Eyck (1390–1441) zeigt sich nicht nur in seinen Pinselstrichen; er verfügte auch über hervorragende Kenntnisse in Optik, Geometrie und Alchemie. Dieses Wissen gelangte über lateinische Übersetzungen arabischer Texte nach Brügge. Durch Experimente mit Ölen und Pigmenten gelang es ihm, die Natur perfekt nachzubilden. Für ihn war die Alchemie ein Weg, Materialien zu verstehen und die Kräfte der Natur nachzubilden. All dies lässt sich in seinen Gemälden wie dem Porträt von Margareta wiederfinden.
Filips de Goede gilt in der Welt des Hofes als Archetyp eines Herrschers. Die Welt des Spätmittelalters war ein Mosaik aus Höfen und Herrschern. Diese pflegten Beziehungen, kämpften aber gleichzeitig um Einfluss und Territorium. Letztendlich blieben nur die Stärksten übrig: mächtige Dynastien wie die Osmanen und die Habsburger. Er ist das Gegenstück zu Mehmet II.